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ChroniCare-Newsletter 4. Ausgabe 2021

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Ein Forschungsteam rund um Dr. Ken Kunisaki hat eine Studie durchgeführt, welche Schlaflosigkeit und Schlafkrankheiten wie Schlafapnoe oder das restless-leg-Syndrom bei Menschen, die an HIV leiden mit gesunden Menschen vergleicht. Die Studie wurde in Kliniken in England und Irland durchgeführt, wobei insgesamt 357 HIV-positive Menschen untersucht wurden. Von diesen waren 246 Patienten 51 Jahre alt oder älter. Die Vergleichsgruppe bildeten 126 Gesunde, die alle 50 Jahre alt oder älter waren.

Bei 21% der älteren HIV-Patienten wurde eine Schlaflosigkeit festgestellt, während die Zahl bei älteren gesunden Probanden nur 5% betrug. Das restless-leg-Syndrom wurden in beiden älteren Vergleichsgruppen ungefähr gleich oft diagnostiziert (16% vs. 14%), während es bei den unter 51-jährigen HIV-Patienten nur halb so oft auftrat (8%). Auch die Schlafapnoe trat bei den älteren Probanden ähnlich oft auf (7% vs. 8%), während bei den jüngeren HIV-Patienten mit 4% nur wenige Fälle auftraten. Diese Zahlen klingen einzeln betrachtet vielleicht gering, jedoch ist zu bedenken, dass bei 30% der HIV-Patienten mindestens ein Schlafproblem beobachtet wird - verglichen mit 19% der gesunden Patienten.  

Abschließend berechneten die Experten anhand aller Daten, dass Patienten bei einer HIV-Infektion eine 5-Fach höhere Gefahr haben Schlaflosigkeit zu entwickeln. Bei Schlafapnoe und dem restless-leg-Syndrom ergab sich kein signifikant höheres Risiko. Nur bei einem Drittel aller HIV-Patienten, die unter einer Schlaflosigkeit leiden, wird diese überhaupt diagnostiziert. Vielen Patienten bietet sich daher gar nicht die Möglichkeit ärztlicher oder pharmazeutischer Betreuung. Neben Schlaflosigkeit als eine mögliche Nebenwirkung von Efavirenz und Integrase-Inhibitoren, werden auch Polymedikation oder psycho-sozialen Faktoren als Ursache diskutiert.

Daraus ergibt sich zukünftig ein erhöhter Fokus darauf, wie die Diagnose und Behandlung der Schlaflosigkeit effizient gestaltet werden kann um die Lebensqualität der Patienten zu erhöhen. Zudem sollte vermehrt zur Entwicklung von Schlafproblemen vor allem im Hinblick auf HIV geforscht werden.

Quelle: https://www.aidsmap.com



 


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