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ChroniCare-Newsletter 2. Ausgabe 2022

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Die Virushepatitis ist eine Entzündung der Leber die unter anderem durch das Hepatitis-C Virus (HCV) ausgelöst werden kann. Die Übertragung des Virus erfolgt vor allem über Blut (z.B. bei der Verwendung unsauberer Spritzen oder auch bei unhygienischen Zuständen im Piercing- oder Tätowier-Studio). Anstecken kann man sich aber auch über andere Körperflüssigkeiten, zum Beispiel beim Geschlechtsverkehr. Spontan heilen nur einige Infektionen von selbst aus, die übrigen gehen in einen chronischen Verlauf über. Folgen der chronischen Infektion können eine Vernarbung der Leber, eine Leberzirrhose mit anschließendem Leberversagen oder sogar Leberkrebs sein. Es können zudem diverse Begleiterkrankungen hinzukommen. Dadurch wird die Lebenserwartung der Patienten erheblich gesenkt. Weltweit leiden zurzeit ca. 70 Millionen Menschen an einer chronischen Infektion mit dem HCV. In Deutschland sind zudem schätzungsweise 10-15% aller HIV-Infizierten auch mit Hepatitis C infiziert. Durch das geschwächte Immunsystem verläuft die Infektion in diesen Fällen deutlich schneller und es kommt häufiger zum Leberversagen. HIV-Patienten sollten sich daher jährlich auf HCV testen lassen.
Im Gegenteil zu den anderen Hepatitis Viren (A und B) steht für dieses Virus derzeit noch keine präventive Impfung zur Verfügung. Die Entwicklung der Direkten Antiviralen Therapeutika (DAA) war daher ein bedeutender Durchbruch in der Therapie der Erkrankung und ermöglicht in den meisten Fällen eine Heilung innerhalb von 3 Monaten.

Ausgangspunkt für die Chronifizierung ist das Versagen der virusspezifischen Immunantwort gegen die HC-Viren. Die sogenannten „T-Killerzellen“ spielen eine zentrale Rolle in dieser Immunantwort, da sie für die Abwehr von virusinfizierten Zellen sorgen und somit dazu beitragen, die Vermehrung und das Überleben des Virus im Körper zu verhindern. Bei einer chronischen Infektion weisen die Killer-T-Zellen eine verringerte Effektivität auf, die auf die langzeitige Exposition gegenüber dem Virus zurückzuführen ist. Wissenschaftler*innen des Universitätsklinikums Freiburg konnten nun in Zusammenarbeit mit der Berliner Charité zeigen, dass diese verringerte Wirksamkeit auch nach einer Heilung mit Hilfe von direkten antiviralen Agenzien (DAA) wie Sofosbuvir oder Glecaprevir bestehen bleibt. Sie bezeichnen das Phänomen als „Narben“ auf den T-Killerzellen. Diese Erkenntnis ist besonders wichtig für die Behandlung von Reinfektionen mit Hepatitis-C-Viren. Besonders für Risikogruppen, die häufig und wiederholt mit HCV in Kontakt kommen, spielen diese Erkenntnisse eine Rolle. Wie diese „Narben“ auf den T-Killerzellen Reinfektionen beeinflussen, möchten die Wissenschaftler nun im nächsten Schritt herausfinden.

Quelle: https://www.aidshilfe.de/hepatitis-c#das-wichtigste-zur-hepatitis-c-in-k-rze



 


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