Grundsätzlich sollten Tabletten nicht geteilt werden, sondern als Ganzes eingenommen werden. Warum das so ist und was bei Problemen mit dem Schlucken großer Tabletten hilft, erklärt Prof. Dr. Rolf Daniels beim pharmacon, einem Fortbildungskongress der Bundesapothekerkammer in Meran, Südtirol.
Bei Problemen mit dem Schlucken von größeren Tabletten wissen Apothekerinnen und Apotheker Rat.
„Das Zerbrechen oder Zerteilen von Tabletten hat viele Nachteile. Nutzen Sie den pharmazeutischen Sachverstand Ihres Apothekenteams und fragen Sie nach, bevor Sie eine Tablette beschädigen“, sagte Prof. Dr. Rolf Daniels beim pharmacon, einem Fortbildungskongress der Bundesapothekerkammer. Der Apotheker lehrt Pharmazeutische Technologie an der Universität Tübingen. In der Regel stehen Tabletten in allen benötigten Dosierungen zur Verfügung.
Ein Grund für das Zerteilen von Tabletten sind häufig Schluckprobleme. „Zerteilte Tabletten lassen sich leichter schlucken. Aber die negativen Aspekte überwiegen eindeutig. Durch das Zerteilen wird die Dosierung der Bruchstücke ungenauer, außerdem kann sich die Wirkung verändern. Unter- und Überdosierungen sind möglich“, erklärt Daniels. Tabletten dürfen nur geteilt werden, wenn dies im Beipackzettel erwähnt wird. Und: „Eine Bruchkerbe ist leider kein verlässlicher Hinweis, denn es gibt so genannte ‚Schmuckkerben‘ bei einigen Präparaten, die trotzdem nie geteilt werden dürfen“, erklärt Daniels. Bei Unsicherheiten können Patienten in der Apotheke vor Ort nachfragen.
Wer Schwierigkeiten hat, Tabletten oder Kapseln zu schlucken, kann sich ebenfalls in der Apotheke vor Ort beraten lassen. Mit einigen Tricks und Hilfsmitteln, zum Beispiel gelartigen Einnahmehilfen und Applikationshilfen klappt es häufig besser. Ein weiterer Tipp: Den Kopf beim Schlucken der Tablette nicht nach hinten in den Nacken legen, sondern eher leicht nach vorn neigen. „Sprechen Sie mit dem Team Ihrer Apotheke, wenn Sie Probleme bei der Anwendung von Arzneimitteln haben. Im Gespräch können arzneimittelbezogene Probleme so gut wie immer gelöst werden“, sagt Daniels.
Quelle: https://www.aponet.de/artikel/tabletten-nur-im-ausnahmefall-zerteilen-26797
Es könnte so einfach sein. Kartoffel, Pastinake oder auch Kiwi einfach nicht schälen, sondern gleich essen. Wir zeigen Ihnen, welche Schalen zum Verzehr geeignet sind und wo das Schälen tatsächlich nötig ist.
Fast jede Schale ist essbar
"Es kommt eben ganz drauf an, was Sie kochen wollen. Geht es um ein feines Gericht, passt die harte Sellerieschale eben nicht dazu. Möchte ich Chips oder Pfannengemüse draus machen, müssen Rote Bete, Süßkartoffel oder Pastinake nicht geschält werden." Grundsätzlich achtet BAYERN 1 Pflanzenexpertin Karin Greiner darauf, die Schale immer mitzuessen, denn direkt unter der Schale sitzen die meisten Nährstoffe.
Außerdem ist sie meist Farbgeber und Würze! Wir verschenken also etwas, wenn wir alles wegschälen. Frühlingskarotten sind für die Biologin ein gutes Beispiel: "Hier ist die Schale so zart und schmackhaft, da würd ich ohne Schale den guten Geschmack verlieren. Wenn es allerdings um Lagerkarotten geht, die eine harte oder sogar beschädigte Schale haben, schäle ich das Gemüse auch."
Bei Kartoffeln auf grüne Stellen achten
Die dürfen laut Karin Greiner nicht gegessen werden, da sie Giftstoffe enthalten. Die sind aber erst nach gründlichem Waschen richtig zu erkennen. Will man also wirklich auf Nummer Sicher gehen, schält man die Kartoffel. Oder man macht Pellkartoffeln und schält sie erst danach. "Bei dieser Methode gehen die wenigsten Nährstoffe verloren." Ansonsten empfiehlt Karin Greiner einen Sparschäler, damit wird so wenig wie möglich weggeschält und Sie haben mehr von Ihrem Gemüse.
Welches Obst muss ich schälen?
Auch beim Obst kann man in der Regel auch die Schale essen. Oft ist es eine Gewohnheitssache: Für Neuseeländer ist es zum Beispiel ganz normal, die Kiwi ungeschält zu essen. Doch wie sieht es beim Obst mit Pestiziden aus? Ist das wirklich gesund? "Sollten Schalen durch Behandlung tatsächlich ungesund sein, dürfte man das gar nicht verkaufen", so Karin Greiner. Anders verhält es sich bei Zitrusfrüchten. Diese werden oft stark behandelt, da hilft auch gründliches Waschen nicht. Achten Sie auf den Warnhinweis: "Schale für den Verzehr nicht geeignet."
Auch beim Obst kommt es auf die Verarbeitung an. Karin Greiner gibt überraschende Beispiele: "Bei Backbananen, die Sie im Ofen zubereiten, können Sie die Schale mitessen. Machen Sie einen Smoothie mit Avocado, kann die Schale auch in den Mixer. Einfach mal ausprobieren, Essen muss Spaß machen."
"Noch ein Tipp: Werfen Sie die Zitronenschale nicht gleich weg. Reiben Sie damit über Ihre Armaturen, um sie wieder zum Glänzen zu bringen." Karin Greiner
Quelle: https://www.br.de/radio/bayern1/obst-gemuese-schale-essen100.html

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