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• Versorgung aktuell gut, aber könnte eng werden. System stößt an seine Grenzen

• Untersuchung wurde von der Deutschen Arbeitsgemeinschaft ambulant tätiger Ärzt:innen für Infektionskrankheiten und HIV-Medizin (dagnä), der Deutschen AIDS-Stiftung (DAS) und der Deutschen AIDS-Gesellschaft (DAIG) in Auftrag gegeben und vom IGES Institut in Zusammenarbeit mit dem Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung durchgeführt. 

• Analyse der ambulanten und stationären HIV-Versorgung, PrEP Vergabe, demographische Veränderung sowie regionale Verteilung der Angebote

• Zahl der Patient*innen in spezialliersten Praxen stieg von 49.500 auf 68.500 und könnte bei gleichbleibendem Trend im jahr 2035 bei 96.500 liegen

• 80% der Patienten werden erfolgreichvon spezialisierten Ärzten behandelt. Zahl der praxen stagniert seit Jahren

• Therapie lebenslang. Patienten werden älter  → Immer mehr Patienten für immer weniger Scherpunktspraxen

• Zahl der stationären HIV-Fälle ist rückläufig

• bis 2035 könnten bis zu 130 speziallisierte Ärzte fehlen. Zahl der Praxen stagniert

• besonders Personen auf dem Land → kaum Ärzte auf dem Land → Mobilitätshilfen, Telemedizin, Vernetzung zwischen HIV-Praxen und ländlichen Praxen, Nachwuchsförderung, Ausbau PrEP Versorgung

• Onlinebefragung gaben 20% an einen schlechten Zugang zu spezialliserten Praxen zu haben

• Vorallem ältere Personen und Personen mit Begleiterkrankungen wie Depression und Stoffwechselstörung könnten Probleme bekommen

• Unterstützung der deutschen AIDS-Hilfe für Versorgung → Fahrtkosten, Förderprogramme für Praxen, Weiterbildung

• Ohne Gegenmaßnahmen droht Kollaps


→ Nachwuchsförderung: Förderprogramme und Weiterbildungsbefugnisse für Praxen

→ Teilnahme an Schwerpunktversorgung erleichtern:organisatorische, finanzielle und fachliche Unterstützung für Arzt*innen die sich weiterbilden

→ Verseorgungslücken in ländlichen Regionen vermeiden: Telemedizinische Verbundmodelle

→ Zugang zur Prävention: PrEP muss auch unterversorgten Zielgruppen zugänglich genacht werden

→ Geriatrische und psychosoziale Versorgung ausbauen: Bessere Vernetzung zwischen HIV-Praxen, geriatrischen Einrichtungen, Schuluungen in der Pfelge und stärkere Einbindung psychosozialer Fachkräfte