HIV Newsletter


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September 2010

Liebe Leserin, lieber Leser!

Diesen Monat berichten wir über folgende Themen: ; ; ;

Viel Spaß beim Lesen,
Ihr Team der Birken-Apotheke

Regelmäßiger Alkoholkonsum kann HIV- Krankheitsverlauf beschleunigen

Nehmen HIV-Patienten täglich zwei oder mehr alkoholische Getränke zu sich, so haben sie ein um den Faktor 2,91 höheres Risiko als andere HIV-Infizierte, dass ihre CD4-Zellzahl unter 200 Zellen pro µl Blut absinkt. Zu diesem Ergebnis kamen amerikanische Forscher unabhängig von der ursprünglichen CD4-Zellzahl, der Viruslast, der antiretroviralen Therapie, der Dauer der HIV-Infektion, dem Alter oder dem Geschlecht der teilnehmenden HIV-Infizierten im Rahmen einer Studie mit 231 HIV-positiven Erwachsenen. Zusätzlicher Konsum von Drogen wie Kokain kann das Fortschreiten des Krankheitsverlaufs der Studie zu Folge noch weiter beschleunigen. Die Studienteilnehmer wurden über einen Zeitraum von 30 Monaten regelmäßig untersucht und befragt. Ziel der Studie war es, die Auswirkungen von Alkoholkonsum auf den Verlauf einer HIV-Infektion zu untersuchen. Im Durchschnitt waren die 126 Studienteilnehmer, die alkoholische Getränke konsumierten, 6,9 Jahre älter als der andere Teil der Kohorte, der keinen Alkohol tranken. Im Hinblick auf CD4-Zellzahl, Viruslast, antiretrovirale Behandlung, Dauer der HIV-Infektion, Einkommen, Ausbildungsstand, Geschlecht und weiteren Kriterien glichen sie dieser Gruppe jedoch. Nach Auswertung aller erhobenen Daten kamen die Forscher zu dem Schluss, dass Alkoholkonsum unabhängig von allen anderen Einflussfaktoren für das Absinken der CD4-Zellzahl bei den Betroffenen verantwortlich zu sein scheint. Konsumierten die betroffenen Teilnehmer zusätzlich Drogen so verstärkte sich dieser unerwünschte Effekt. Auch die Viruslast kann bei regelmäßigem Alkoholkonsum ansteigen. Allerdings konnten die Wissenschaftler dies nur bei Teilnehmern nachweisen, die antiretroviral behandelt wurden. Sie vermuten daher, dass dieser Anstieg der Viruslast möglicherweise nicht durch den Alkoholkonsum selbst, sondern durch hierdurch bedingte Unregelmäßigkeiten bei der Medikamenteneinnahme verursacht wird. Dies hatte bereits eine frühere Studie ergeben.

© Birken Apotheke (Quelle: Baum M. K., Rafie C., Lai S., Sales S., Page J. B. & Campa A., AIDS Res and Hum Retroviruses 26(5), 511-517 (2010) (sl))

Das kleine Hygiene-Einmaleins

Kochen mach Spaß! Damit es einer bleibt und keine unangenehmen Folgen auftreten, sollten Sie schon bei der Zubereitung der leckeren Speisen und Gerichte auf den richtigen hygienischen Umgang mit Lebensmitteln achten. Denn gelangen krankmachende Keime in Lebensmittel, können sie besonders HIV-Positiven schwer zu schaffen machen. Übelkeit, Durchfall oder Erbrechen sind mögliche Folgen einer Unachtsamkeit bei der Hygiene. Einige Lebensmittel sind besonders empfindlich: Fleisch, Geflügel, Fisch und Eier brauchen deshalb Ihre besondere Aufmerksamkeit. Wenn Sie ein paar grundlegende Regeln beachten, können Sie sich, Freunde und Familie vor Lebensmittelinfektionen schützen.

  1. Fleisch, Geflügel und Fisch getrennt von anderen Lebensmitteln zubereiten:
    Wenn diese Lebensmittel mit Speisen in Berührung kommen, die nicht mehr erhitzt werden, kann eine Keimübertragung stattfinden. Dies gilt auch, wenn zum Beispiel Salat mit dem gleichen Messer oder auf dem gleichen Holzbrett geschnitten wird, auf dem zuvor Geflügelfleisch vorbereitet wurde.
  2. Richtig auftauen:
    Geflügel und Fleisch sollte abgedeckt in einem Gefäß – am besten auf einem Siebeinsatz - im Kühlschrank aufgetaut werden. Achten Sie darauf, dass Sie die Auftauflüssigkeit direkt wegschütten, denn auch diese kann Krankheitserreger enthalten.
  3. Arbeitsplatz reinigen:
    Reinigen Sie Küchengeräte, Arbeitsflächen und Küchenutensilien am besten sofort nach der Benutzung mit heißem Wasser und Spülmittel. Dies gilt insbesondere, wenn Sie rohe tierische Lebensmittel zubereitet haben. Denn angetrocknete Lebensmittelreste lassen sich nur schwer entfernen und sind unsichtbare Keimherde.
  4. Lappen und Tücher regelmäßig wechseln:
    Schmutzige, oft benutzte Schwämme, Wisch- und Geschirrtücher enthalten Mikroorganismen, die beim Reinigen und Abtrocknen auf Arbeitsflächen, Geschirr und Lebensmittel übertragen werden können. Daher sollten Sie Schwämme, Lappen und Tücher regelmäßig auswechseln bzw. bei 90°C in der Waschmaschine waschen. Zwischenzeitlich sollten Sie diese so aufbewahren, dass sie austrocknen können.
  5. Hände waschen nicht vergessen!
    Durch das Anfassen aller möglichen Dinge wie Türklinken, Geld oder Lebensmittel gelangen Mikroorganismen auf die Hände. Gründliches Waschen mit Seife und anschließendes Abtrocknen beugt einer Übertragung auf Lebensmittel vor. Doch nicht nur vor dem Kochen, auch zwischen verschiedenen Arbeitsschritten sollten Sie sich die Hände waschen. Das gilt vor allem, wenn Sie rohe Lebensmittel wie Fleisch, Geflügel und Salate verarbeiten sowie nach jedem Toilettenbesuch.
  6. Wunden abdecken:
    Wunden können ebenfalls mit Krankheitserregern infiziert sein. Deshalb sollten offene Wunden nicht mit Lebensmitteln in Berührung kommen. Decken Sie Wunden mit wasserdichtem Pflaster oder Gummihandschuhen ab.
  7. Nicht auf Lebensmittel husten oder niesen:
    Im Nasen- und Rachenbereich finden sich auch beim gesunden Menschen Keime. Durch Niesen und Husten können diese Keime auf Lebensmittel gelangen. Daher sollten Sie sich immer abwenden, wenn Sie niesen oder husten müssen. Benutzen Sie zum Naseputzen ein Papiertaschentuch und werfen Sie dieses anschließend weg. Danach wieder Hände waschen nicht vergessen!

Wenn Sie sich an unsere Tipps halten, steht einem unbeschwerten Essen nichts entgegen. Viel Spaß beim Genießen!

Praxis für Ernährungsberatung Christof Meinhold
Görresstraße 9 - 50674 Köln - Telefon 0221 - 271 88 93

© Birken Apotheke

Einfache Maßnahmen könnten 400.000 Babys vor HIV schützen

Noch immer kommen jährlich 400.000 HIV-infizierte Babys zur Welt. Und das obwohl eine einfache Behandlung schon lange das Übertragungsrisiko von Mutter zu Kind auf unter zwei Prozent reduzieren kann. „Ein Skandal“, sagt Frank Mischo, Aids-Experte der Kindernothilfe, denn „nur 38 Prozent der betroffenen Mütter bekommen bislang die nötigen Medikamente. Das macht auf dramatische Weise deutlich, wie weit die Weltgemeinschaft vom Millenniumsziel entfernt ist, bis 2010 allen HIV/Aids-Betroffenen den Zugang zu medizinischer Behandlung zu ermöglichen.“ Im Rahmen der Welt-Aids-Konferenz in Wien (18. bis 23. Juli 2010) rief die Kindernothilfe mit dem Aktionsbündnis gegen Aids die Bundesregierung auf, ihren Teil der UN-Vereinbarung zu erfüllen. „Die unkomplizierte und günstige Medikamenten –Therapie, die schon seit 1998 angewandt wird, kann nicht nur 400.000 Kindern jährlich das Leben retten - sie packt das HIV-Problem auch an der Wurzel“, so Dr. Glory Alexander von der indischen Stiftung ASHA, die sich mit der Unterstützung der Kindernothilfe für die flächendeckende Verteilung der Medikamente einsetzt. „Die Übertragung im Mutterleib ist Ursache für mehr als 90 Prozent der HIV-Infektionen von Kindern.“ Mit der Kampagne „In9Monaten.de“ fordern die Kindernothilfe und das Aktionsbündnis gegen Aids die Bundesregierung auf, ihren Beitrag dafür zu leisten, dass es bis 2015 keine Mutter-Kind-Übertragungen mehr gibt. „200 Millionen Euro müsste die Bundesregierung jährlich investieren“, sagt Mischo, „so viel zahlt sie momentan aber insgesamt für die weltweite Bekämpfung von Aids, Malaria und anderen schweren Krankheiten.“ Erstmals bringt die Kindernothilfe das Thema Mutter-Kind-Übertragungen mit Experten aus der Projektarbeit auf der Welt-Aids-Konferenz ein. Mischo: „Mit Vorträgen und Aktionen zeigen wir, wie die Regierungen der Welt mit überschaubaren finanziellen Mitteln jährlich 400.000 Babys das Recht auf Leben gewährleisten können.“

© Birken Apotheke (Quelle: Kindernothilfe (sl))

Seminarankündigung: MED-INFO im Gespräch

Die Gesprächsreihe zu HIV und Aids in Köln
Die MED-INFO-Gesprächsreihe wendet sich vor allem an Menschen mit HIV und Aids, aber auch an Angehörige, Partner/innen und Interessierte, sowie Menschen, die beruflich mit dem Thema zu tun haben. In Form von Vorträgen, Präsentationen und Diskussionsrunden werde Fragen zu HIV und AIDS möglichst einfach und verständlich beantwortet. Neben der reinen Information, hat jeder Teilnehmer die Gelegenheit Fragen zu stellen und gegebenenfalls auch spezielle Probleme mit kompetenten Fachleuten zu besprechen.

Forum-Gebäude 42 | Joseph-Stelzmann-Str. 20 | 50931 Köln | KVB-Linie 9, Haltestelle: Lindenburg/Unikliniken

HIV und Haut - Diagnose Behandlung und Schutz
Donnerstag, 21. Oktober, 19:30

Die Haut ist mit etwa zwei Quadratmeter Gesamtfläche und einem Gewicht von bis zu 10 kg das größte Organ des Menschen. Somit bietet sie auch reichlich Angriffsfläche für virusbedingte Hauterkrankungen, Infektionen durch Pilze und Bakterien sowie andere Hauterkrankungen, die nicht von Erregern ausgelöst werden. Auch werden bei Menschen mit HIV auffallend häufiger Unverträglichkeiten von Medikamenten beobachtet, die sich unter anderem durch schwere Hautreaktionen zeigen. Wie kann man sich vor möglichen Infektionen schützen und welche Vorsorgeuntersuchungen beim Hausarzt sind möglich und notwendig? Welche Hauterkrankungen sind im Zusammenhang mit einer HIV-Infektion häufiger und wie kann man sie frühzeitig erkennen und behandeln? Und gibt es für Menschen mit HIV ein höheres Hautkrebsrisiko? Dr. Reimann, Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten, wird aus seiner Erfahrung rund um das Thema HIV und Haut über Diagnose, Behandlung und Schutz vor möglichen Haut- und Geschlechtskrankheiten informieren, welche besonders in der Behandlung von Menschen mit HIV eine wichtige Rolle spielen.

Referent: Dr. Georg Reimann, Facharzt

© Birken Apotheke

Unser Service für Sie

Diskreter Arzneimittelversand
Sie ziehen in eine andere Stadt, möchten aber weiterhin unseren Service nutzen? Sie sind längere Zeit auf Reisen? Sie sind im Urlaub (EU-Land)? Sie sind über längere Zeit bei Familie oder Freunden zu Besuch? Die Birken-Apotheke bietet Ihnen die Möglichkeit Ihre Medikamente auch schnell, sicher und diskret an Ihre Wunschadresse zu versenden.

Ihr persönlicher Ansprechpartner
Sie legen Wert auf eine diskrete und persönliche Betreuung? Sie haben eine Mitarbeiterin/einen Mitarbeiter Ihres Vertrauens? Natürlich können Sie bei uns jederzeit auf Wunsch von einem Mitarbeiter der Birken-Apotheke bedient werden, dem sie besonders vertrauen. Für die diskrete Beratung steht Ihnen unser separater Beratungsraum zur Verfügung. Sprechen Sie uns an!

Hohe Arzneimittelsicherheit:
Durch die Kundenkarte werden alle erhaltenen Arzneimittel gespeichert und auf Ihre gegenseitige Verträglichkeit überprüft.
Bei Interaktionen werden wir Sie und Ihren Arzt informieren.

Information zur Wirkungsweise Ihrer Therapie,
zu neuen Arzneimitteln oder Studien, gegebenenfalls per Internetrecherche.

Ernährungsberatung durch Ökotrophologen.
Termine auf Anfrage.

Beratung zu Vitaminen,
Mineralstoffen, Spurenelementen, Enzymen.

Monatlich aktuelle
Informationsbroschüre.

Versandapotheke

NEU! Individual-Verblisterung

Diskrete Beratung,
auf Wunsch Einzelberatungsgespräche in unserem Beratungsraum

Argumentationshilfen und Infos
bei Problemen mit den Krankenkassen.

Wir sind Gründungsmitglied der
DAHKA e.V.


Die DAHKA e.V. (Deutsche Arbeitsgemeinschaft HIV-kompetenter Apotheken) ist ein überregionaler Zusammenschluss von Apotheken, die einen hohen Standard an Beratung und Versorgung speziell für Patienten mit HIV und AIDS anbieten. Unser Ziel ist die wohnortnahe, persönliche Beratung, damit Information und Versorgung auf dem aktuellen Stand von Forschung und Therapie für Sie gewährleistet sind.
Weitere Informationen erhalten Sie in der Birkenapotheke oder unter www.birkenapotheke.de und unter www.dahka.de

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